ZUGER CHRIESI: 1000 Kirschbäume für Zug

Vermarktung: Brennkirschen

 Testbild

Typische Kirschensorten, die anlässlich der «Zuger Kirschenausstellung» im Juli 1928 gezeigt wurden: Bändler, Wissbüchler, Lowerzer, Mistler, Labbächler, Reding. (Illustration: Zuger Neujahrsblatt 1932, Staatsarchiv des Kantons Zug).

Brennkirschen beim Freudenberg/Oberwil, frisch vom Baum, am 01.07.09 (Foto: Ueli Kleeb, Zug).

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Brennkirschen

 

Brennkirschen stammen vorwiegend von stolzen Hochstamm-Kirschbäumen, die das regionale Landschaftsbild prägen. Im Kanton Zug werden jährlich über 400 Tonnen Brennkirschen aus verschiedenen Kirschensorten geerntet und verarbeitet, was eine Ausbeute von rund 25'000 Litern Zuger Kirsch (Alkoholgehalt 100%) ergibt. Brennkirschen werden heute nicht mehr von Hand, sondern mit speziellen Schüttelmaschinen geerntet. Heutige Chriesisorten müssen deshalb gut schüttelbar und fürs Destillieren ergiebig sein.

 

Der Richtpreis für Brennkirschen wird vom Schweizerischen Obstverband jedes Jahr neu festgelegt. 2008 lag der Preis offiziell bei 63 Rappen pro Kilo Brennkirschen, 2011 stieg der Preis bereits auf 89 Rappen, was die Wirtschaftlichkeit innert kurzer Zeit gesteigert hat. Mit der geplanten Einführung des angestrebten AOC-Schutzes rechnet man bei den Brennkirschen mit einem zukünftigen Kilopreis von 120 Rappen. So wird das Pflanzen von Hochtstamm-Kirschbäumen und das Produzieren von Brennkirschen innerhalb des AOC-Perimeters Zug-Rigi wieder rentabel. Aber schon jetzt zahlen einzelne Brennereien und Abnehmer für spezielle und rare Brennkirschensorten höhere, marktgerechte Preise.

 

Die Landis Rotkreuz, Hünenberg und Zug übernehmen von den Chriesibauern jährlich grosse Mengen an Brennkirschen und geben sie an diverse Weiterverarbeiter weiter. Die Etter Söhne AG Distillerie Zug ist mit Abstand die grösste gewerbliche Brennerei im Kanton Zug und verarbeitet einige Hundert Tonnen Bennkirschen pro Jahr, gefolgt von kleineren gewerblichen Distillerien und zahlreichen Brennereien mit landwirtschaftlichen Lizenzen. Das Zuger Kirschwasser ist dank seiner seit 1870 gepflegten hohen Qualität und internationalen Verbreitung weltweit eine gefragte Köstlichkeit.

 

Das 2008 gestartete Projekt «1000 Kirschbäume für Zug» der IG ZUGER CHRIESI hat sich zum Ziel gesetzt, die Anzahl der Hochstamm-Chriesibäume in der Region Stadt Zug mit Baum-Patenschaften markant zu erhöhen.

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